Ein Bild zum Graffitti-Workshop (Foto: Stadt Münster)

Flüchtlinge und islamische Studierende bringen Farbe in die Schaumburgstraße

In frühlingsfrischen, bunten Farben und Bildern präsentiert sich die städtische Flüchtlingsunterkunft Schaumburgstraße 13. Möglich wurde das dank eines Graffiti-Workshops mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses und Studierenden der Islamischen Hochschulvereinigung (IHV). Wer neugierig ist, kann sich das Ergebnis beim Frühlingsfest in der Unterkunft am Samstag, 21. Mai, von 15 bis 18 Uhr anschauen. An diesem Tag treffen sich Ehrenamtliche, Nachbarn und Kooperationspartner mit der Bewohnerschaft zum Austausch. Dazu gibt es Kaffee, Kuchen und diverse Überraschungs-Einlagen.

Wichtigste Akteurin bei dem Workshop war Sarah Bendjael, Studentin der Sozialen Arbeit an der Katholischen Fachhochschule und der Islamischen Theologie an der Uni Münster. Sie brachte ihre Liebe zur Graffitikunst und ihr Fachwissen ein. Gemeinsam mit zwölf Mitstudierenden und den geflüchteten Menschen wurde ein Tag lang abgeklebt, gezeichnet, gesprayt und gemalt.

Dipl.-Sozialarbeiterin Dihia Wegmann, die Leiterin der Einrichtung, ist von der Initiative begeistert. “Muslimisches soziales Engagement wird selten bekannt gemacht, obwohl ehrenamtlicher Einsatz auch für viele muslimische Menschen selbstverständlich ist. Ich freue mich sehr, dass die städtische Einrichtung diese Aktion ermöglichen konnte.”

Während des Workshops kam es zum regen Austausch zwischen Studierenden und geflüchteten Menschen. Das war ganz im Sinne der IHV. Sie versteht sich als parteipolitisch unabhängig und hat soziale, kulturelle, akademische und religiöse Zwecke. Sie ist religiös und sozial tolerant und tritt gegen Diskriminierung, Gewalt, Ungerechtigkeit, Extremismus, Fanatismus, Terrorismus sowie Rassismus, Antisemitismus und Vorurteile jeglicher Art an.

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